Am 20.09.2026 fand der letzte Lehrgangstag des diesjährigen TM 2.2 Lehrgangs in Kreuzau statt. Dieser Lehrgang dient zur Vertiefung der Kenntnisse zum Thema Technische Hilfe und fand wieder in einer Ausbildungskooperation mit den Feuerwehren Heimbach, Hürtgenwald, Kreuzau und Nideggen statt. Alle Teilnehmenden, davon sieben Kameradinnen und Kameraden aus Hürtgenwald, haben die theoretische und praktische Prüfung des Lehrgangs erfolgreich bestanden. Herzlichen Glückwunsch!
Am Abend des 18.09.2026 fand die diesjährige Zugübung des Löschzugs Süd (LG Bergstein, LG Hürtgen, LG Vossenack) am Franziskus-Gymnasium in Vossenack statt. Simuliert wurde eine Rauchentwicklung im naturwissenschaftlichen Trakt der Schule. Mehrere Schüler (gestellt durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr Vossenack) konnten ihre Klassen durch die starke Rauchentwicklung nicht mehr über den Flur verlassen.
Durch die Feuerwehr wurde die Rettung der Schüler über mehrere tragbare Leitern durchgeführt. Der betroffene Flur wurde durch einen Trupp unter Atemschutz kontrolliert, hierbei wurden weitere Schüler aus dem verrauchten Bereich gerettet. Bei der weiteren Erkundung wurde festgestellt, dass eine chemische Reaktion von zwei Gefahrstoffen in der Chemie-Vorbereitung für die Rauchentwicklung ursächlich war. Daraufhin wurde der Übungseinsatz unter besonderen Vorkehrungen als Gefahrstoff-Einsatz weiter abgearbeitet. Die beiden Behälter wurden verschlossen und in Bergebehältern sicher abgestellt.
Die Übung wurde gemeinsam mit der DRK Bereitschaft durchgeführt, sodass hier auch die Übergabe von Patienten und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst beübt werden konnte.
Ein großer Dank gilt dem Franziskus-Gymnasium für die Gestellung des Objektes, dem DRK für die Unterstützung bei dieser Übung, der Jugendfeuerwehr Vossenack für die Darstellung der zu rettenden Schüler, der Übungsleitung für die Ausarbeitung und Vorbereitung dieser Übung und der großen Anzahl der Teilnehmenden aus dem Löschzug Süd, wodurch die fiktive Einsatzlage erfolgreich abgearbeitet werden konnte.
Drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hürtgenwald haben in den vergangenen Monaten erfolgreich ihre Führungslehrgänge abgeschlossen:
Der Kamerad Christoph Paulus, Mitglied der Löschgruppe Gey, hat am 28.08.2026 erfolgreich seinen Gruppenführer-Lehrgang bestanden und darf nun die Besatzung eines Löschfahrzeuges im Einsatz führen. Thomas Hentz, stellvertretender Löschgruppenführer der Löschgruppe Bergstein, hat am 21.08.2026 den Zugführer-Lehrgang bestanden und ist nun berechtigt, zwei Löschfahrzeuge mit einer Führungskomponente zu führen.
Die zweiwöchigen Lehrgänge beider Kameraden fielen zum Teil auch in die Phase des großen Waldbrandes im Hürtgenwald. Trotzdem haben es sich die Beiden nicht nehmen lassen, so weit es möglich war, im Einsatz zu unterstützen.
Bereits am 22.05.2026 schloss Tim Wollseifen, Löschgruppenführer der Löschgruppe Gey, den Lehrgang Verbandsführer erfolgreich ab. Er ist nun berechtigt, mehrere Züge im Einsatz zu führen.
Allen Dreien herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für euer Engagement!
Die Dorfgemeinschaft Gey hat eine Spendenaktion zu unseren Gunsten ins Leben gerufen. Hierfür sind wir sehr dankbar, insbesondere ein ATV benötigen wir für die erfolgreiche Abarbeitung von Einsätzen, nicht nur zur Waldbrandbekämpfung, wirklich dringend.
Der wohl größte Waldbrand in der Geschichte von NRW brach am Donnerstag, dem 13.08.2026 im Hürtgenwald zwischen Großhau und Gey aus. Noch am Donnerstag wurde die Großschadenslage ausgerufen, der Kreis Düren übernahm u.a. in Person des Kreisbrandmeisters die Einsatzleitung. Es folgten kräftezehrende Tage mit zu Hochzeiten bis zu 1800 eingesetzten Kräften verschiedenster Organisation, Institutionen, Land- & Forstwirten, sowie freiwilligen Helfern aus dem regionalen und überregionalen Umfeld. Insgesamt wurde eine Fläche von ca. 300 Hektar zerstört. Eine ausführliche Berichterstattung folgt in Kürze.
An dieser Stelle möchten wir uns schon jetzt bei allen beteiligten Einsatzkräften, Institutionen und Helfern vielmals bedanken. Bewusst erfolgt keine Aufzählung: Die Unterstützung war tatsächlich so vielfältig und überragend, dass wir auf keinen Fall jemanden vergessen möchten 😉 DANKE EUCH ALLEN! Ohne euch hätten wir diese Lage niemals allein bewältigen können und auch der Verlust der Ortschaften Gey und Großhau wäre ohne die schnelle und umfangreiche Unterstützung sehr wahrscheinlich gewesen.
Ebenfalls möchten wir uns bei der positiven Resonanz der Bevölkerung bedanken, viele Schilder und Aktionen haben die eingesetzten Kräfte motiviert und ihnen Mut gemacht. Die große Anteilnahme und Hilfe sorgten bei uns für den einen oder anderen „Gänsehaut-Moment“. Auch hierfür DANKE!
Wir konnten erfreulicherweise bereits einige Eintrittsgesuche in unsere Einsatzabteilung verzeichnen. Wir freuen uns total über die zukünftige Verstärkung unserer Wehr. Vielleicht motiviert dies auch noch weitere Menschen, nicht nur bei uns in Hürtgenwald, ehrenamtlich in einer Freiwilligen Feuerwehr oder Hilfsorganisation mitzuwirken und sich zum Allgemeinwohl einzubringen. Wie stark unsere Kameradschaft ist, wurde in den letzten Tagen eindrucksvoll bewiesen.
Seit dem Dienstagmorgen liegt die Einsatzleitung wieder bei der Feuerwehr Hürtgenwald. Noch immer laufen die aufwändigen Nachlöschmaßnahmen.
Update 20.08.2026
Das Feuer im Hürtgenwald ist aus. Donnerstagnachmittag verließen die letzten Kräfte die Einsatzstelle. Die Nachlöscharbeiten waren sehr aufwändig, immer wieder tauchten kleinere Glutnester und Rauchentwicklungen auf. Eine große Unterstützung bei den Nachlöscharbeiten waren eine Drohne des THW mit Wärmebildkamera und zwei ATVs (Quads) umliegender Feuerwehren mit einer Löschanlage. Durch die Drohne konnten Flächen mit deutlich erhöhter Temperatur aus der Luft ausfindig gemacht werden. Bereiche die mit unseren Großfahrzeugen nicht erreichbar waren, wurden mit den ATV angefahren und abgelöscht.
Noch ein wichtiger Hinweis: Aktuell ist das Betreten des Waldes sehr gefährlich, viele Bäume sind durch das Feuer geschwächt und drohen umzukippen. Daher ist bis auf weiteres ein Betretungsverbot des Waldes durch das Ordnungsamt und den Forst ausgesprochen worden.